Berufe und Qualifikationen

Berufe und Qualifikationen im Rettungsdienst

Die Anforderungen an die personelle Besetzung der Rettungsmittel werden in der Landesrettungsdienstplanverordnung des Landes Brandenburg gesetzlich geregelt. Jährlich müssen alle Mitarbeiter im Rettungsdienst mindestens 24 h Fortbildung nachweisen. In den Maßnahmen der Wiederbelebung auch mit erweiterten Maßnahmen, werden alle Mitarbeiter 2 x jährlich intensiv geschult. Jährlich erfolgt eine Prüfung durch den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD). 

Rettungssanitäter haben eine 520-Stunden Ausbildung nach Bund-Länder-Ausschuss Rettungswesen. Sie besetzen KTW und stellen den Fahrer der Rettungswagen.

Rettungsassistentinnen und –assistenten haben eine 2-jährige Ausbildung mit theoretischem Unterricht sowie Krankenhaus und Rettungsdienstpraktika durchlaufen. Die Ausbildung ist seit dem 01.01.2013 durch das neue Berufsbild des Notfallsanitäters ersetzt worden. Bis zum 31.12.2020 können durch Rettungsassistenten Rettungswagen und Rettungshubschrauber besetzt werden.

Beim Notfallsanitäter handelt es sich um ein neues Berufsbild mit einer 3-jährigen intensiven Ausbildung, die den steigenden Anforderungen bei der notfallmedizinischen Versorgung der Patienten gerecht werden soll. Neben theoretischen Kenntnissen erwirbt der zukünftige Notfallsanitäter in umfangreichen Klinikpraktika u.a auf der Intensivstaion und im Operationsbereich praktische Fertigkeiten zur Patientenversorgung.

Notärztinnen und Notärzte gehören zum überwiegenden Teil der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin der Städtisches Klinikum Brandenburg GmbH, Hochschulklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, an. Die Teilnahme am Notarztdienst erfordert die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin, die frühestens nach 30 monatiger klinischer Tätigkeit und dem Erwerb umfangreicher Kenntnisse zur Behandlung von Notfallpatienten nach erfolgreicher Prüfung an der Landesärztekammer erworben werden kann.

Leitende Notärztinnen und Notärzte (LNA) sind Fachärzte und verfügen über umfangreiche Erfahrungen im Rettungsdienst. Sie werden speziell geschult und ständig weitergebildet um bei Ereignissen mit vielen Geschädigten (Massenanfall Verletzter - MANV) die medizinischen Rettungsmaßnahmen zu leiten und zu koordinieren (Abschnittsleiter Verletztenversorgung).

Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgLRD) sind langjährig erfahrene Rettungsdienstmitarbeiter mit spezieller Schulung, die ebenfalls bei MANV-Ereignissen Führungsaufgaben übernehmen und den Leitenden Notarzt insbesondere in organisatorisch taktischen Belangen unterstützen.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) ist Facharzt und nach den Richtlinien der Bundesärztekammer speziell qualifiziert. Er ist nach den gesetzlichen Grundlagen für die fachliche Anleitung und Kontrolle der notfallmedizinischen Betreuung verantwortlich. Er gewährleistet insbesondere die  notfallmedizinischen Fort- und Weiterbildung des Personals und berät den Träger des Rettungsdienstes in allen medizinischen Fragen.